Am Sonntag, den 21.6. um 17 Uhr stellt Volker Mall seine neueste Veröffentlichung vor. In dem Heft geht es um die Vorgeschichte der KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen.

„Unmittelbar nach Kriegsende gab es vereinzelt durchaus Versuche, die NS-Vergangenheit aufzuarbeiten. Täter wie Zuschauer und Nutznießer waren allerdings v. a. mit den Folgen der Niederlage, der restlosen Zerstörung ihrer Hoffnungen und dem Wiederaufbau beschäftigt. Darüber ließen sich Scham und Schuldgefühle verdrängen. Als Hannah Arendt 1949 erstmals nach ihrer Flucht aus Deutschland wieder nach Deutschland kam, beobachtete sie eine ‚tief verwurzelte, hartnäckige und gelegentlich brutale Weigerung, sich dem tatsächlichen Geschehen zu stellen und damit abzufinden‘.
In Tailfingen und Umgebung gab es im Umgang mit der NS-Vergangenheit aufgrund des ‚Binnendrucks‘ in den dörflichen Gemeinschaften und überlagert durch das ‚Trauma‘ des 2. Juni 1945 allerdings erhebliche Verzögerungen.“

Volker Mall, der sich erstmals in den frühen 80er-Jahren für die Erinnerung an das KZ-Außenlager Hailfingen eingesetzt hat und seit 2001 intensiv zur Geschichte des Lagers und den Biografien der Häftlinge forscht, berichtet über die unterschiedlichen Anläufe, die nötig waren, bis die KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen schließlich im Juni 2010 eingeweiht werden konnte.

Zeit: Sonntag, 21.6.2026, 17 Uhr
Ort: KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen
Seminarraum im Dokumentationszentrum
Hauptstr. 39, 71126 Gäufelden-Tailfingen


Hinweis: In einer früheren Version dieser Ankündigung war von einer anderen Veröffentlichung die Rede. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

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