Klare Kante gegen dumpfe Parolen.
Ein Nazi-Aussteiger berichtet aus seinem Leben.

Veranstaltungsflyer

Axel Reitz, 1983 geboren in Dormagen, begann seinen Werdegang im Extremismus im Alter von 13 Jahren im Umfeld der NPD und deren Jugendorganisation JN. Seit seinem Einstieg in die rechtsextreme Szene entwickelte sich Reitz zum Stichwortgeber, später zum Kader und gefragten Propagandisten verschiedener Kameradschaften und anderer Neonazi-Netzwerke. Unter dem von den Medien verliehenen Beinamen „Hitler von Köln“ hatte Reitz maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Szene in Westdeutschland und darüber hinaus, unter anderem durch die Etablierung des Organisationskonzeptes der sogenannten „Autonomen Nationalisten“ in NRW.

Durch das Anmelden, Organisieren und Durchführen von rechtsextremen Demonstrationen war Reitz auch den Behörden hinreichend bekannt: Er galt als ausgewiesen provokativer Redner und verbüßte nach Jahren juristischer Konflikte im Jahre 2006 letztlich eine annähernd zweijährige Haftstrafe wegen Volksverhetzung. Seit 2012 war Reitz Angeklagter im AB-Mittelrhein-Prozess in Koblenz, einem der aufwendigsten Neonazi-Prozesse der Nachkriegsgeschichte. Der Prozess endete für Reitz im Jahre 2019 durch Einstellung aller Anklagepunkte.

Reitz erklärte bereits zu Beginn des Prozesses öffentlich seinen Ausstieg aus der rechtsextremen Szene und kooperierte mit den Ermittlungsbehörden, was ihm bei seinen alten Kameraden den neuen Spitznamen „Judas von Köln“ einbrachte. In Zusammenarbeit mit einem staatlichen Aussteigerprogramm und der evangelischen Kirche im Rheinland gelang Reitz im Laufe der folgenden Jahre eine persönliche, politische und soziale Rehabilitation durch intensive und kritische Aufarbeitung seiner Vergangenheit. Mehr …

Anmeldung für den Abendvortrag doch nicht erforderlich!

Fr, 19. März 2021
19 Uhr
Online-Vortrag über Youtube
Kosten: 5 € (freiwillig)

Link zum Abendvortrag: 
https://youtu.be/Ef0BLpsy6WQ
(Ursprünglicher Stream: https://www.youtube.com/watch?v=IwmYS8N-m2U)
Auf diesem Padlet dürft ihr Kommentare und Fragen loswerden: Padlet

Teilnehmerbeitrag / Spende

Der Teilnehmerbeitrag von 5 Euro ist freiwillig. Wir haben uns entschieden, die Teilnehmerbeiträge als an   drei Organisationen zu spenden, die sich gegen Ausgrenzung und Extremismus einsetzen.
Du darfst wählen, an welche Organisation deine Spende geht. Bitte gib im Verwendungszweck „Der Reitz-Effekt“ an.
Ihr findet die Infos dazu hier:

Amadeu Stiftung gegen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Rassismus
o   Weitere Infos: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/
o   Spendenmöglichkeit über: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/spenden-und-stiften/
oder klassisch per Bankverbindung
Amadeu-Antonio-Stiftung
GLS Bank Bochum
IBAN: DE32 4306 0967 6005 0000 00
o   Verwendungszweck: Der Reitz-Effekt

Flüchtlingsarbeitskreis Gäufelden
o   Weitere Infos: https://www.gaeufelden.de/index.php?id=477
o   Spendenmöglichkeit:
Kath. Kirchengemeinde
Kreissparkasse Böblingen
IBAN: DE36 6035 0130 0000 9479 67
Zweck AK Flüchtlinge
o   Verwendungszweck: Der Reitz-Effekt

Verein der KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen
o    Weitere Infos: https://kz-gedenkstaette-hailfingen-tailfingen.de/
o    Spendenmöglichkeit:
KZ-Gedenkstätte H/T e. V.
Kreissparkasse Böblingen
IBAN: DE15603501300000074957
o    Verwendungszweck: Der Reitz-Effekt

Ein gemeinsames Projekt der BDKJ Rottenburg, EJW Calw, EJW Herrenberg, EJW Nagold, ejt Tübingen, KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen

Du willst mehr? Am anschließenden Samstag, 20.3. gibt’s einen Juleica-Refresher und Seminartag mit Axel Reitz. Er nimmt uns ausführlicher mit ins Thema und du lernst in Workshops, was du selbst tun kannst, um gegen Extremismus einzustehen.
Hier gehts zu den Infos.

Die Veranstaltung war ursprünglich als Präsenzveranstaltung mit Philip Schlaffer als Referent geplant. Wir bitten die relativ kurzfristige Umplanung zu entschuldigen.

Infos auf www.ejw-bildung.de


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