Gedenkstätte Grafeneck – Foto: Unterillertaler, Wikipedia

Die systematische Verfolgung und Ermordung von kranken, behinderten oder sozial stigmatisierten Menschen im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ ab dem Jahr 1939 legte den Grundstein für weitere Massenmorde unter den Nationalsozialisten. Alleine die Aktion „T4“ kostete bis zu ihrer Einstellung im August 1941 etwa 70.000 Menschen das Leben. Auch nach dem sog. „Euthanasie-Stopp“ am 24. August 1941 ist das Töten weitergegangen. Menschen wurden nicht mehr zentral vergast, sondern in ihren jeweiligen Heilanstalten getötet, so im Mai 1944 in der Klinik Stadtroda die in Tailfingen geborene Margarethe Kegreiß, an die hier erinnert wird. Insgesamt wurden im Rahmen der „Euthanasie“-Aktionen in ganz Europa etwa 200.000 bis 300.000 Menschen ermordet.

„Es liegt in der Natur der Sache, dass jedes neue Verbrechen, sobald es einmal auf der Welt erschienen ist, eine bleibende Möglichkeit wird. Sobald ein Verbrechen gegen die Menschheit einmal fabriziert wurde, ist die Wiederholung desselben sehr viel wahrscheinlicher als das erste Auftreten war.“
(Epilog Hannah Arendt „Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen“, 1963.)

MATERIALIEN zur Wanderausstellung:
https://www.lpb-bw.de/publikation-anzeige/euthanasie-im-ns-staat-grafeneck-im-jahr-1940
Geschichte, Quellen, Arbeitsblätter als HTML, PDF und analog über die LpBBW

Wann: 8.11.-13.12.2026, jeweils sonntags, 15–17 Uhr
und nach Vereinbarung (Kontakt: Andreas Kroll)
Vernissage: 8.11.2026, 15 Uhr
Wo: Dokuzentrum der KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen, Hauptstr. 39, 71126 Gäufelden-Tailfingen

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