
Als gemeinsame Veranstaltung mit dem DGB referiert Volker Mall am 1.9.2026 ein weiteres Mal über die Vorgeschichte der KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen. Wer seinen Vortrag am 21.6. verpasst hat, bekommt hier noch einmal die Möglichkeit, einen Eindruck zu gewinnen, um was es in seiner neuesten Veröffentlichung geht.
„Unmittelbar nach Kriegsende gab es vereinzelt durchaus Versuche, die NS-Vergangenheit aufzuarbeiten. Täter wie Zuschauer und Nutznießer waren allerdings v. a. mit den Folgen der Niederlage, der restlosen Zerstörung ihrer Hoffnungen und dem Wiederaufbau beschäftigt. Darüber ließen sich Scham und Schuldgefühle verdrängen. Als Hannah Arendt 1949 erstmals nach ihrer Flucht aus Deutschland wieder nach Deutschland kam, beobachtete sie eine ‚tief verwurzelte, hartnäckige und gelegentlich brutale Weigerung, sich dem tatsächlichen Geschehen zu stellen und damit abzufinden‘.
In Tailfingen und Umgebung gab es im Umgang mit der NS-Vergangenheit aufgrund des ‚Binnendrucks‘ in den dörflichen Gemeinschaften und überlagert durch das ‚Trauma‘ des 2. Juni 1945 allerdings erhebliche Verzögerungen.“
Volker Mall, der sich erstmals in den frühen 80er-Jahren für die Erinnerung an das KZ-Außenlager Hailfingen eingesetzt hat und seit 2001 intensiv zur Geschichte des Lagers und den Biografien der Häftlinge forscht, berichtet über die unterschiedlichen Anläufe, die nötig waren, bis die KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen schließlich im Juni 2010 eingeweiht werden konnte.
Zeit: Dienstag, 1.9.2026, 17 Uhr
Ort: KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen
Seminarraum im Dokumentationszentrum
Hauptstr. 39, 71126 Gäufelden-Tailfingen
Veranstalter:
KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen
Deutscher Gewerkschaftsbund Kreisverband Böblingen
Weitere Informationen folgen in Kürze.
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